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Reinhold Bocklet hört sich die Sorgen des Oekumenischen Sozialdienstes Gröbenzell an

1. Vizepräsident des Bayerischen Landtags, Reinhold Bocklet, ist seit über 30 Jahre Mitglied des Gröbenzeller Sozialdienstes. Immer wieder hat er durch seine Anwesenheit bei Veranstaltungen des Vereins (sowie durch namhafte Spenden) sein Interesse an der Arbeit unseres Vereins gezeigt.

 

Im Mai diesen Jahres folgte er deshalb auch gerne einer Einladung von Vorstand und Geschäftsführung zu einem Gespräch über die Nöte und Sorgen von Sozialdiensten, speziell in der Region München.

 

Dr. Bauer begrüßte ihn mit den Worten des Bayerischen Ministerpräsidenten, der anlässlich eines Fernsehinterviews sinngemäß sagte: Ein großes Problem der Zukunft für die Politik sei die Sorge der Menschen im Alter, die Angst vor Krankheit, Armut und Alleinsein, alles Bereiche, die zentrale Aufgaben unseres Vereins sind.

 

Frau Anneliese Hohenwarter und Frau Natalie Mayer, die zukünftigen Geschäftsführenden Vorstände des Vereins, informierten Herrn Bocklet über die Aufgabenbereiche und vielfältigen Aktivitäten des Sozialdienstes im Bereich Altenhilfe, Krankenpflege und Familienhilfe, aber auch Spiel und (Senioren-) Sport. Gut würden vor allem der Kinderpark (für 1-3-Jährige), Gedächtnistrainingskurse, PC-Hilfen sowie der Mittagstisch und das Sonntagsfrühstück für Alleinstehende angenommen, was mit zahlreichen Gesprächskreisen der Vereinsamung vorbeuge. Sie nannten voller Stolz die guten Noten der beiden Pflegebereiche unseres Vereins, der Krankenpflege und der Tagespflege, jeweils 1,0, und betonten, dass man sich in unserer Institution seit neuestem auch um den Nachwuchs im Pflegebereich kümmere, indem man mit Fachschulen zusammen arbeite und Praktikumsplätze anbiete.

 

Dr. Winfried Bauer, der 1. Vorsitzende des Sozialdienstes, schilderte die zunehmend wichtigere Aufgabe der Dienste in einer immer älter werdenden Gesellschaft, aber auch die Probleme, die sich mit dem neuen Pflegedienstgesetz ergäben. Er führte aus, dass immer mehr private Pflegedienste aus dem Boden schössen und dass für Sozialdienste oft nur die „weniger interessanten“ Fälle übrig blieben. Er machte aber deutlich, dass der Gröbenzeller Sozialdienst auch weiterhin sich um die finanziell schwachen Kranken kümmern werde, die oft nicht nach Stoppuhr bedient werden könnten, sondern die Krankenschwester als verständnisvolle und empathische Zuhörerin bräuchten. Dieser zusätzliche Zeitaufwand könne aber nicht in Rechnung gestellt werden, weil ihn die Kranken- und Pflegekassen nicht erstatten würden. So arbeite der Sozialdienst in diesem Bereich stark defizitär.

 

Ähnlich sei die Lage bei „Essen auf Rädern“. Auch hier sei der Essensbringer oft der einzige soziale Kontakt unserer Kunden am Tag. Und auch hier mache der Aufsichtsrat unseres Vereins keine Zeitvorgaben, sondern überlasse es den Mitarbeitern, sich Zeit zu nehmen, zu beobachten, ob sich unsere Kunden auf die Dauer selbst versorgen können oder zunehmend an Demenz leiden und deshalb eine Alternative gesucht werden müsse.

 

Dr. Bauer sprach auch das Problem einer schwierigen Wohnungssuche mit erschwinglichen Mieten im Ballungsraum München an, das es erschwere, geeignete, gut ausgebildete MitarbeiterInnen vor allem in der Pflege zu finden. Herr Bocklet nahm sich viel Zeit, besuchte alle Abteilungen unseres Hauses und würdigte ausdrücklich das segensreiche Wirken des Vereins im Dienste für Kranke, sozial Schwache und Hilfsbedürftige jeder Art, insbesondere den Einsatz vieler Ehrenamtlicher in Kleiderkammer, im Kinderpark und in der Familienhilfe, unsere Initiativen für Obdachlose und mittellose Durchreisende aus EU-Staaten, aber auch die neueste Initiative des Vereins „Gemeinsam statt einsam“, in der von unseren Mitarbeiterinnen ausgebildete Ehrenamtliche und Geringfügig Beschäftigte sog. „Niederschwellige Dienste“ bei Menschen leisten, die so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden bleiben möchten.

 

Er versprach, sich um das Problem zu kümmern, dass das Land über die Landkreise und Kommune Anreize schafften, um günstige Wohnungen für Mitarbeiter in Sozialdiensten zu schaffen, die oft nur wenig verdienen, zudem nicht selten allein erziehend seien.